24. Pantah-/TT-Treffen 2026 im Raum Chemnitz
Vom 22. bis 25. Mai 2026 fand unser 24. Pantah-/TT-Treffen statt. Diesmal führte uns die Pfingsttour nach Sachsen – genauer gesagt in den Raum Chemnitz und Penig.
Warum Sachsen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Erwin hatte dort zehn Jahre gearbeitet und gelebt, aber nie wirklich die Zeit gehabt, die Gegend in Ruhe mit dem Motorrad zu erkunden. Außerdem besteht der Kontakt zum Sachsenring bereits seit der Zeit nach der Wende. Da Erwin jedes Jahr beim MotoGP am Sachsenring dabei ist, lag der Gedanke nahe, unseren alten Knatterkisten auch einmal diese besondere Strecke zu gönnen.
Und tatsächlich: Was zunächst vielleicht nicht jeder für möglich gehalten hatte, wurde Wirklichkeit. Wir durften mit unseren Pantahs und TTs über den Sachsenring fahren. Vier flotte Runden später war die Begeisterung entsprechend groß. Ein besonderes Highlight war anschließend der Blick hinter die Kulissen: René Fritsche führte uns in den Kontrollraum – das geistige Zentrum des Rings. Für viele war das sicher einer der eindrucksvollsten Momente des Wochenendes.
Die Suche nach einer passenden Unterkunft war im Vorfeld alles andere als einfach. Peggy hatte über Monate hinweg Hotels im Erzgebirge und Vogtland kontaktiert. Vieles war bereits ausgebucht oder preislich schlicht außerhalb dessen, was man noch als normales Treffen-Budget bezeichnen würde. Am Ende landeten wir in Penig – und rückblickend war das eine gute Entscheidung.
Das Hotel war für Pkw mit Hänger sehr gut von der Autobahn aus zu erreichen und lag dennoch wunderbar ruhig und fast versteckt im Wald. Natürlich kann man es beim Essen oder bei Matratzen nie jedem recht machen. Aber das Wernesgrüner Bier war über jeden Zweifel erhaben, und die Speisekarte bot mehr als genug Auswahl. Wer dort nichts fand, dem ist vermutlich wirklich schwer zu helfen.
Die Ausfahrten führten uns zunächst über einige Hoppelpisten und durch zahlreiche Dörfer. Auch Chemnitz, das viele noch als Karl-Marx-Stadt kennen, wurde im Vorbeirollen mitgenommen. Gerade für diejenigen, die diese Region noch nicht kannten, war das sicherlich interessant. Nach den ersten etwas zähen Kilometern trafen sich die beiden Gruppen schließlich auf der Augustusburg.
Dort zeigte sich einmal mehr, dass unsere Treffen nicht nur von Motorrädern, sondern vor allem von Menschen leben. Marco, mit seiner BMW und einem ebenso schnellen Mundwerk wie Fahrstil, fand in der schnellen Gruppe direkt seinen Meister. Unser Jens ist nämlich ebenfalls kaum zu bremsen, wenn es um zackige Kurven und flotte Gespräche geht. Anfangs konnte man kurz denken: „Oh je, das wird spannend.“ Am Ende waren Marco und Jens fast ein Herz und eine Seele – fahrerisch wie gesprächlich kaum noch voneinander zu trennen.
Überhaupt liefen die Ausfahrten erfreulich rund. Die Gruppen trennten sich, fanden sich wieder, trafen sich an Zwischenstopps und genossen gemeinsam die Landschaft. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: Pfingsten 2026 bescherte uns echtes Kaiserwetter. Natürlich waren an diesem Wochenende viele Menschen unterwegs, und so wurden auch unsere Motorradgruppen hier und da von Pkw etwas ausgebremst. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Wer bereits am Donnerstag angereist war, konnte in der Nähe des Hotels noch ein kleines Nutzfahrzeugmuseum besuchen. Auch dieser Abstecher lohnte sich. Für größere Museumsbesuche, etwa ins Hygienemuseum nach Dresden oder ins Technikmuseum nach Chemnitz, waren Wetter und Zeit dann aber schlicht zu schade beziehungsweise zu knapp.
Besonders schön war, dass trotz aller Schwierigkeiten auch neue und seltenere Gesichter den Weg zu uns fanden. Pavel kam aus Tschechien dazu, wenn auch leider auf den letzten Metern mit technischem Defekt. Schade, dass seine Maschine trotz vieler fachkundiger Hände vor Ort nicht mehr zum Laufen gebracht werden konnte. Zum Glück konnte er seine Abholung gut organisieren.
Auch Thorsten von der Müritz war mit seiner Alazzurra dabei, ebenso ein junger Teilnehmer aus Jena. Besonders beeindruckend war auch Miris Einsatz: Nach einer Messewoche in Stuttgart nahm sie noch mehrere Umwege auf sich, um doch noch dazuzustoßen. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt einmal mehr, was unsere Pantah-Familie ausmacht.
Gefehlt haben natürlich auch einige. Ecki wurde leider gesundheitlich ausgebremst, und auch Udo konnte in diesem Jahr nicht dabei sein. Gerade Udo hat uns gefehlt. Aber wir sind sicher: Auch ihn werden wir wieder unter uns haben.
Am Ende bleibt vor allem eines festzuhalten: Wir hatten ein wunderschönes Pfingstwochenende, bestes Wetter, schöne Ausfahrten, gute Gespräche und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Noch wichtiger: Alle sind gesund an- und abgereist. Bis auf Pavels technischen Defekt verlief alles reibungslos und störungsfrei.
Nach dem Treffen ist vor dem Treffen. Swen aus Rendsburg hat sich bereit erklärt, das nächste Treffen mitzugestalten. Und so freuen wir uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr – mit alten Freunden, alten Motorrädern und hoffentlich wieder vielen guten Geschichten.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren, geholfen, organisiert, geführt, geschraubt, erzählt und gelacht haben. Genau davon lebt unser Treffen.
Gruß
Erwin mit Peggy
Gruppenbilder
Bilder vom Sachsenring
Bilder von der Sightseeing Tour am Tag davor
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